Pepsi Plunge
Pförtner des Altenheims
Pokémon Legends: Arceus

Nachdem die Credits liefen habe ich noch im Post-Game die ganzen Tafeln gesammelt und Legendaries eingefangen, inklusive Giratinas. Alles was jetzt noch fehlt ist "Treffe alle Pokemons" damit der Titelgebende Arceus erscheint. Das werde ich aber nicht mehr tun, weil das wieder so eine völlig absurd aufwendige Sammel-Aufgabe ist die vermutlich noch mal die gleiche bisherige Spielzeit frisst. Ich weiß nicht mal was mir fehlt, vermutlich ein Haufen Fische im Meer oder diese Raum-Zeit-Gefüge-Pokemon oder so. Egal, jedenfalls: Ich bin durch. Und hier ist mein Review:
Pokémon Arceus war für mich eine etwas schwere Geburt, die dann aber an mich wuchs. Ich habe es nach Z-A und Purpur gespielt und auch wenn es etwas Unfair ist hier von einem "Rückschritt" zu sprechen, da Arceus schließlich vor den beiden Titeln erschien, fühlte es sich zunächst mal so an. Die Technik ist etwas unausgereift und macht auf der Switch 2 nicht die beste Figur, die Steuerung ist mitunter etwas träge und ich hatte Anfangs meine Schwierigkeiten damit reinzukommen und eine 'richtige' Open World wie in Purpur gibt es hier auch nicht, sondern nur mehrere - fünf an der Zahl - Gebiete, die allerdings durchaus groß genug sind um sich mit seinen unterschiedlichen Reitpokemons austoben zu können. Trotzdem nervt es jedes Mal erst ins Dorf zurück zu müssen, wenn man das Gebiet wechseln will - das ist nämlich auch mit Ladezeiten verbunden.
Sobald man aber einmal drin ist entfaltet das Spiel schnell seinen ganz eigenen Charm, der ihn auch deutlich von den Nachfolgern abhebt und die eigene Würze verleiht. Denn der Spielcharakter - wahlweise Junge oder Mädchen - ist wortwörtlich aus der Zeit gefallen und findet sich im feudalen Japan wieder - in einem relativ neu eingerichteten Dorf am Fuße eines Berges über den ein mystischer Sturm tobt - und soll dabei helfen die derzeit doch noch recht fremdartigen Wesen namens Pokémon zu erforschen und den Bewohnern auch so ein bisschen die Angst vor ihnen nehmen, indem man sie bei zahlreichen Nebenquests ein bisschen mehr miteinander vertraut macht. So ist auch der Pokédex etwas anders als gewohnt, es reicht hier nämlich nicht ein Exemplar nur einmal zu fangen. Jeder Eintrag hat mehrere Level, die sich erhöhen wenn man die Aufgaben darin erfolgt. Das fängt mit dem simplen, mehrmaligen Fangen und Bekämpfen an und hat dann noch diverse Sonderaufgaben wie heimlich fangen, es mehrfach füttern, mit einer bestimmten Attacke besiegen oder auch selbst im Kampf mit eben jenen Pokemon eine bestimmte Attacke einsetzen. Interessant ist dabei auch, dass man Pokemon teilweise recht einfach, wie auch später in Z-A, fangen kann indem man sie überrascht und unbemerkt bspw. aus dem hohen Gras oder beim Anschleichen von hinten mit einem gezielten Wurf auch ganz ohne Kampf einkassiert. Pokebälle könnt ihr dabei übrigens auch jederzeit selbst in unterschiedlichen Stufen craften, wenn ihr die Materialien habt und müsst sie nicht unbedingt im Laden kaufen (manche höherstufige, wie Hyperbälle, bekommt ihr dort eh nicht). Das gilt auch für Tränke, Statusheiler etc.
Kommt es doch mal zum Kampf findet der gewohnt Rundenbasiert statt. Eine Mechanik ist dabei das Fast / Strong-Style System. Wenn euer Pokemon eine Attacke gemeistert hat, kann es zwischen drei Stufen wählen: Normal, Fast, Strong. Wie die Namen vermuten lassen bedeutet Fast dass es schneller zuschlägt und dadurch auch schneller wieder dran kommt in der Reihenfolge, mitunter also Zweimal hintereinander. Dafür macht ihr aber weniger Schaden. Strong Style ist dann das genaue Gegenteil und eignet sich vor allem als Finisher um den Kampf zu entscheiden, muss aber gut überlegt sein und sollte hoffentlich auch treffen, ansonsten setzt ihr vermutlich eine Runde aus. "Fast" hilft auch beim Einfangen: Nicht nur nimmt man etwas Power raus um es nicht versehentlich auszuknocken, man kommt dadurch auch noch mal drann um einen Einfangversuch zu starten.
Storytechnisch nimmt das Spiel eigentlich erst gen Ende an Fahrt aus und lässt euch die meiste Zeit eigentlich frei die Gebiete erforschen. Hier gibt es in jedem Gebiet einen sogenannten König- bzw. Königin, ein besonders starkes Pokemon welches von euch erst besänftigt werden muss. Das ist dann kein normaler Pokekampf sondern ihr agiert als Figur wie in einem Actionspiel, weicht den Attacken aus und werft das Vieh mit sogenannten Gaben ab um es zu besänftigen. Ist die Leiste leer ist es beruhigt und der Kampf ist vorbei. Fangen könnt ihr es nicht. Dafür gibt es aber in den Gebieten auch übergroße Elite-Pokemon mit rotglühenden Augen. Diese haben meist ein deutlich höheres Level, können aber ebenfalls auch ohne Kampf eingefangen werden. Trainer-Battle gibt es natürlich auch, ab und an fordert euch halt mal jemand zum Duell, Arenen meistern müsst ihr hier in dem Spiel aber nicht.
Arceus bringt also frischen Wind in die Reihe mit einem tollen Setting, bleibt der Serie aber mechanisch auch größtenteils treu mit den Rundenbattles etc. Trotz des Alters hat es mir auch besser als Z-A gefallen, je mehr ältere Teile ich spiele desto schlechter kommt mir Z-A eigentlich vor, haha. Mit Purpur würde ich es mal auf eine Stufe stellen, da haben beide Titel so ihre Pluspunkte gegenüber dem jeweils anderen, die sich gegenseitig ausgleichen.

Nachdem die Credits liefen habe ich noch im Post-Game die ganzen Tafeln gesammelt und Legendaries eingefangen, inklusive Giratinas. Alles was jetzt noch fehlt ist "Treffe alle Pokemons" damit der Titelgebende Arceus erscheint. Das werde ich aber nicht mehr tun, weil das wieder so eine völlig absurd aufwendige Sammel-Aufgabe ist die vermutlich noch mal die gleiche bisherige Spielzeit frisst. Ich weiß nicht mal was mir fehlt, vermutlich ein Haufen Fische im Meer oder diese Raum-Zeit-Gefüge-Pokemon oder so. Egal, jedenfalls: Ich bin durch. Und hier ist mein Review:
Pokémon Arceus war für mich eine etwas schwere Geburt, die dann aber an mich wuchs. Ich habe es nach Z-A und Purpur gespielt und auch wenn es etwas Unfair ist hier von einem "Rückschritt" zu sprechen, da Arceus schließlich vor den beiden Titeln erschien, fühlte es sich zunächst mal so an. Die Technik ist etwas unausgereift und macht auf der Switch 2 nicht die beste Figur, die Steuerung ist mitunter etwas träge und ich hatte Anfangs meine Schwierigkeiten damit reinzukommen und eine 'richtige' Open World wie in Purpur gibt es hier auch nicht, sondern nur mehrere - fünf an der Zahl - Gebiete, die allerdings durchaus groß genug sind um sich mit seinen unterschiedlichen Reitpokemons austoben zu können. Trotzdem nervt es jedes Mal erst ins Dorf zurück zu müssen, wenn man das Gebiet wechseln will - das ist nämlich auch mit Ladezeiten verbunden.
Sobald man aber einmal drin ist entfaltet das Spiel schnell seinen ganz eigenen Charm, der ihn auch deutlich von den Nachfolgern abhebt und die eigene Würze verleiht. Denn der Spielcharakter - wahlweise Junge oder Mädchen - ist wortwörtlich aus der Zeit gefallen und findet sich im feudalen Japan wieder - in einem relativ neu eingerichteten Dorf am Fuße eines Berges über den ein mystischer Sturm tobt - und soll dabei helfen die derzeit doch noch recht fremdartigen Wesen namens Pokémon zu erforschen und den Bewohnern auch so ein bisschen die Angst vor ihnen nehmen, indem man sie bei zahlreichen Nebenquests ein bisschen mehr miteinander vertraut macht. So ist auch der Pokédex etwas anders als gewohnt, es reicht hier nämlich nicht ein Exemplar nur einmal zu fangen. Jeder Eintrag hat mehrere Level, die sich erhöhen wenn man die Aufgaben darin erfolgt. Das fängt mit dem simplen, mehrmaligen Fangen und Bekämpfen an und hat dann noch diverse Sonderaufgaben wie heimlich fangen, es mehrfach füttern, mit einer bestimmten Attacke besiegen oder auch selbst im Kampf mit eben jenen Pokemon eine bestimmte Attacke einsetzen. Interessant ist dabei auch, dass man Pokemon teilweise recht einfach, wie auch später in Z-A, fangen kann indem man sie überrascht und unbemerkt bspw. aus dem hohen Gras oder beim Anschleichen von hinten mit einem gezielten Wurf auch ganz ohne Kampf einkassiert. Pokebälle könnt ihr dabei übrigens auch jederzeit selbst in unterschiedlichen Stufen craften, wenn ihr die Materialien habt und müsst sie nicht unbedingt im Laden kaufen (manche höherstufige, wie Hyperbälle, bekommt ihr dort eh nicht). Das gilt auch für Tränke, Statusheiler etc.
Kommt es doch mal zum Kampf findet der gewohnt Rundenbasiert statt. Eine Mechanik ist dabei das Fast / Strong-Style System. Wenn euer Pokemon eine Attacke gemeistert hat, kann es zwischen drei Stufen wählen: Normal, Fast, Strong. Wie die Namen vermuten lassen bedeutet Fast dass es schneller zuschlägt und dadurch auch schneller wieder dran kommt in der Reihenfolge, mitunter also Zweimal hintereinander. Dafür macht ihr aber weniger Schaden. Strong Style ist dann das genaue Gegenteil und eignet sich vor allem als Finisher um den Kampf zu entscheiden, muss aber gut überlegt sein und sollte hoffentlich auch treffen, ansonsten setzt ihr vermutlich eine Runde aus. "Fast" hilft auch beim Einfangen: Nicht nur nimmt man etwas Power raus um es nicht versehentlich auszuknocken, man kommt dadurch auch noch mal drann um einen Einfangversuch zu starten.
Storytechnisch nimmt das Spiel eigentlich erst gen Ende an Fahrt aus und lässt euch die meiste Zeit eigentlich frei die Gebiete erforschen. Hier gibt es in jedem Gebiet einen sogenannten König- bzw. Königin, ein besonders starkes Pokemon welches von euch erst besänftigt werden muss. Das ist dann kein normaler Pokekampf sondern ihr agiert als Figur wie in einem Actionspiel, weicht den Attacken aus und werft das Vieh mit sogenannten Gaben ab um es zu besänftigen. Ist die Leiste leer ist es beruhigt und der Kampf ist vorbei. Fangen könnt ihr es nicht. Dafür gibt es aber in den Gebieten auch übergroße Elite-Pokemon mit rotglühenden Augen. Diese haben meist ein deutlich höheres Level, können aber ebenfalls auch ohne Kampf eingefangen werden. Trainer-Battle gibt es natürlich auch, ab und an fordert euch halt mal jemand zum Duell, Arenen meistern müsst ihr hier in dem Spiel aber nicht.
Arceus bringt also frischen Wind in die Reihe mit einem tollen Setting, bleibt der Serie aber mechanisch auch größtenteils treu mit den Rundenbattles etc. Trotz des Alters hat es mir auch besser als Z-A gefallen, je mehr ältere Teile ich spiele desto schlechter kommt mir Z-A eigentlich vor, haha. Mit Purpur würde ich es mal auf eine Stufe stellen, da haben beide Titel so ihre Pluspunkte gegenüber dem jeweils anderen, die sich gegenseitig ausgleichen.