Damit das nicht so lustlos hingeklatscht aussieht, ein Bildchen zur visuellen Verdeutlichung. Und hier noch der Trailer:
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Metascore liegt bei ordentlichen 80 Punkten.
Erschienen ist das Spiel im letzten Jahr 2025 für alle gängigen Plattformen außer Nintendo Switch. Es handelt sich um das Remake des gleichnamigen Titels von 1999, der unter der Regie von Benoit Sokal entstanden war. Entwickelt indes wurde das Remake von Microids, und wer sich mit dem Oeuvre des französischen Unternehmens etwas auskennt, wird nun hellhörig, zeichnen sie doch für Gurken wie "Die Zigarren des Pharaos" verantwortlich. Aber vielleicht weiß man auch, dass Microids-Eigenentwicklungen hingegen stets sehr stabil daherkommen, was sich beispielsweise im technisch und spielerisch einwandfreien Syberia - The World Before zeigt.
Vor liegt nun ein "Point 'n Click Adventure" im Stile eines Myst, das nach Erscheinen in den 90ern gern kopiert wurde - oder als Inspirationsquell gedient hat. Das heißt, wir steuern unsere Spielfigur in der Egoperspektive durch die Landschaft, indem wir nicht etwa frei umherlaufen, sondern an den richtigen Stellen den Pfeil zum Ortswechsel anklicken, woraufhin eine Animation abgespielt wird, in der wir uns zum Ziel bewegen. Das ist, besonders am Controller, zunächst ziemlich gewöhnungsbedürftig, zumal die wirklich hübsche Kulisse direkt zum Erkunden einlädt. Aber man gewöhnt sich schnell daran und versteht, dass wir es eben nicht mit einem "modernen" Spiel, sondern dem (originalgetreuen) Remake einer ziemlich olle Kamelle zu tun haben. Das stört nur, wer nicht dabei gewesen ist, lange.
Jau, die Handlung ... es ist halt die klassische Sokal-Geschichte, und ehrlich gesagt bin ich etwas ernüchtert, dass die Prämisse so ziemlich identisch mit jener der Syberia-Serie ist: Typ reist aus Gründen an den Hintern der Welt, wo er angewiesen wird, sein bürgerliches, langweiliges Leben hinter sich zu lassen und auf eine Abenteuerreise zu gehen, von der es vielleicht kein Wiederkommen gibt.
Ohne die Stimmung drücken zu wollen, finde ich die "sokalsche Vision" himmelschreiend naiv und möchte Kate Walker immer wieder, während sie die nächste Brücke zur Zivilisation lichterloh abbrennt, zurufen: "Tu's nicht, Mädel, am Nordpol gibt's keine Rentenversicherung!"
Aber nun ja ... es ist wie es ist, und ich werde versuchen, unbefangen an das bisher kaum gespielte Spiel zu gehen.